Der Laseyer

Der Name Laseyer geht auf das romanisch lateinische Wort La serra zurück, was ursprünglich "Säge" bedeutete.

In Spanien wurde Serra zu Sierra und wird für Örtlichkeiten verwendet, die eine zerrissene, zackige Bodengestaltung aufweisen.Im rätoromanischen Sprachgebiet werden auch Engpässe, Runsen ,Schlittelwege und Talsperren als Serra bezeichnet.

Vermutlich ist der Laseyer (ein bewaldeter Nordhang im Alpsteingebiet) wegen seiner zahlreichen Runsen, die vom Alp Sigel her nach Wasserauen ziehen, zu seinem Namen gekommen.

Zum Laseyer, dem prächtigen Buchenwald zwischen Sigelwand und Wasserauen, gehen die Blicke der Einheimischen und der auswärtigen Gäste bestenfalls im Frühling, wenn das zarte Grün des neuen Buchenlaubes den Berghang von unten nach oben zu überziehen beginnt, und im Herbst, wenn sich die Laubwälder des Schwendetales in ein wahres Farbenmeer verwandeln. Ansonsten bleibt es ruhig um den Laseyer, sieht man einmal vom Laseyerpötscher, einem seltenen aber überaus gefürchteten Sturmwind vom Laseyer in Richtung Schwende hinunter, sowie vom Laseyerschiessen ab.

(Quelle: Stefan Sonderegger, "Die Orts- und Flurnamen des Kantons Appenzell", Zürich 1958).

 

The Laseyer Rotor - strong wind gusts in a narrow alpine valley

Die ETH Zürich hat sich auch mit diesem Phänomen beschäftigt.